
| Hauptstr. 108 |
| 50996 Köln-Rodenkirchen |
| Telefon: +49 (0) 221 71 61 71-0 |
| E-Mail: info@Dr-Oeser.de |
Meistens werden Implantate mit einer Silikonhülle verwendet. Alternativ gibt es auch Implantate mit einer Polyurethan-Hülle. Gefüllt sind die Implantate in Deutschland in der Regel mit auslaufsicherem Silikongel. Selbst wenn man ein solches modernes Implantat durchschneidet, läuft kein Silikon aus, da das Silikon eine Konsistenz wie Wackelpudding hat. In Amerika werden derzeit oft noch wassergefüllte Implantate verwendet. Bei diesen Implantaten ist die Hülle auch aus Silikon. Zunächst erfolgt das Einbringen der leeren Hülle. Während der OP werden die Kissen mit sterilem Wasser ("Kochsalz") mit dem gewünschten Volumen gefüllt. Zunehmend werden auch in Amerika in der letzten Zeit silikongefüllte Implantate verwendet.
Zwei Hauptgruppen werden unterschieden:
Bei den runden Implantaten gibt es je nach Hersteller meist 3-4 Untergruppen je Größe bezogen auf die Verteilung des Volumens (Durchmesser x Projektion). Für die Auswahl des Implantates benutzen wir ein spezielles 4D-Planungssystem (BioDynamic). Dieses berücksichtigt die Wünsche der Patientin und die anatomischen Gegebenheiten.
Des weiteren gibt es noch verschiedene Oberflächen von ganz glatt bis rau. Grundsätzlich ist zu sagen, dass glatte Implantate mehr Kapselfibrose erzeugen aber weniger Faltenbildung (Rippling) aufweisen. Bei den rauen Implantaten ist es genau umgekehrt. In der Regel werden heutzutage raue Implantate bevorzugt, es sei denn, ein schweres Rippling soll beseitigt werden.
Bei den tropfenförmigen, „anatomischen“ Implantaten wird es etwas komplizierter: es gibt bei den von uns verwendeten Natrelle-Implantaten der Fa. Allergan (ehemals McGhan/Inamed) 4 Projektionshöhen mit jeweils 3 Implantathöhen (Länge), somit gibt es insgesamt 12 verschiedene Implantatgruppen mit jeweils verschiedenen Volumen.
Welches Implantatform ist das Bessere? Das hängt von den individuellen anatomischen Gegebenheiten, dem Wunsch der Pat. (natürliche Form der Brust oder eher Baywatch-Look / poppig), dem gewählten Zugang (Hautschnitt), der Implantatlage (unter der Drüse oder unter dem Muskel) und den Erfahrungen des Operateurs ab.

rundes Implantat:
+ weltweit am häufigsten benutzte Form
+ weichere, natürlichere Hülle im Vergleich zur Tropfenform
+ Drehen des Implantates kein Problem
+ leicht zu implantieren
+ Implantattasche / -loge kann etwas größer sein
+ Betonung des oberen Pols der Brust (schönes Decolleté)
+ gut auch über den Achselschnitt unter die Brustdrüse zu platzieren (subglandulär)
+ natürliches Aussehen bei ausreichend großer Brustdrüse
+ auch größere Implantate lieferbar
- bei kleiner Brustdrüse und großem Implantat unnatürliches Aussehen (Baywatch)
- bei dünner Haut am oberen Pol und wenig Brustdrüsengewebe Faltenbildung (Rippling) und Sichtbarkeit und/oder Fühlbarkeit des Implantates möglich bei Platzierung unter der Brustdrüse (subglandulär)

Natrelle 410, © Allergan
+ natürliches Aussehen bei dünner Haut am oberen Pol und wenig Brustdrüsengewebe bei Platzierung unter dem Brustmuskel
+ Betonung des unteren Pols der Brust
- steifere, unnatürlichere Hülle im Vergleich zur runden Form
- Drehen des Implantates in 1-10% der Fälle
- schwerer zu implantieren
- Implantattasche / -loge darf nicht zu groß sein
- schwieriger über den Achselschnitt oder Brustwarzenschnitt zu platzieren
Auch die modernen Brustimplantate haben eine begrenzte Lebensdauer. Aktuell wird eine mittlere Lebensdauer der Implantate von 10-20 Jahren angegeben. Einfluss auf die individuelle Lebensdauer der Implantate haben u.a. die Art des Implantates, die körperliche Aktivität, die Lage des Implantates, Unfälle, wiederholte Kompressionen ("pushen"). Die Gefahr des Hüllenbruchs (Implantatruptur) wird derzeit mit weniger als 1% in den ersten 6 Jahren angegeben. Die großen Hersteller wie z.B. Allergan und Mentor geben aktuell eine Garantie bei Hüllenbruch (z.B. Mentor lebenslang, Allergan die ersten 10 Jahre). Die Grantiebedingungen sind bei den jeweiligen Herstellern unterschiedlich. Bitte informieren Sie sich diesbezüglich bei dem jeweiligen Hersteller weiter.
Aktuell gibt es keine Studie, die ein vergößertes Brustkrebsrisiko durch Silikonimplantate belegt. Bei einer Mammographie sollte die Pat. jedoch unbedingt die Brustimplantate erwähnen, damit die Untersuchung korrekt durchgeführt und befundet werden kann. Im Zweifel und in Zukunft vielleicht als Standard sollte eine Magnetresonanztomograpie (MRT) angefertigt werden. Bei dieser röntgenstrahlenfreien Untersuchungsmethode kann auch die Integrität der Implantathülle sehr gut beurteilt werden. Die Krankenkassen lehnen die Kostenübernahme ggf. ab, falls die Fragestellung (Indikation) auf die Beurteilung des Implantates beschränkt ist und somit keine medizinische Indikation vorhanden ist.
Augenlidstraffung
Brustvergrößerung
Gynäkomastie
Bauchdeckenstraffung
übermäßiges Schwitzen
Fettabsaugung
Botulinum
Hyaluronsäure / Filler
Eigenfett
CO2-Laser (ActiveFx-DeepFx)
pellevé / Radiofrequenz
Facelift-Midface-Stirnlift
Epilation / Haarentfernung
CO2-Laser-Resurfacing
IPL-Photorejuvenation
Narbenbehandlung
Tattooentfernung
Besenreiser / kleine Gefäße
Karpaltunnelsyndrom
Morbus Dupuytren
Springender Finger