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Einleitung GynäkomastieDie vergrößerte männliche Brust, die wie eine weibliche Brust aussieht, wird als Gynäkomastie bezeichnet. Unterschieden wird zwischen der echten Vergrößerung (Gynäkomastia vera) der Brustdrüse und der vermehrten Fettansammlung (Pseudogynäkomastie) im Bereich der Brust. Als Ursachen kommen u.a. in Frage: genetische Veränderungen, Brust(drüsen)krebs des Mannes hormonelle Dysreulationen, Nieren- und Lebererkrankungen, Drogenkonsum (Anabolika, Heroin, Canabis), Nebenwirkung von Medikamenten, Fettleibigkeit und ideopathische Formen (kein erkennbarer Grund, häufigste Form). In der Pubertät kommt die Gynäkomastie (ohne Krankheitswert) bei bis zu 2/3 der männlichen Bevölkerung vor und verbleibt bis zum jungen Erwachsenenalter.
Ob eine Gynäkomastie einen Krankheitswert hat oder nicht, kann nur durch aufwendige Untersuchungen geklärt werden. Notwendig sind u.a. (Labor)Untersuchungen der Leber, Nieren, Schilddrüse, Hormone. Auch an eine bösartige Erkrangung muss immer gedacht werden (Mammakarzinom). Wenn bei o.g. Untersuchungen keine Klärung erfolgen konnte, sollte eine Bildgebung erfolgen (MRT und/oder Sonographie).
Auch wenn die Ursache der Gynäkomastie geklärt wurde, bessert sich das klinische Bild durch eine Therapie (Absetzen von Medikamenten, Behandlung von hormonellen Fehlsteuerungen usw.) oft nicht. Die Brust verbleibt vergrößert. Anerkannt ist dann die operative Korrektur. Hierbei kommt in der regel eine Entfernung des Brustdrüsenkörpers (subcutane Mestektomie) in Frage.

Zusätzlich oder bei fettreichen Brüste als alleinige Maßnahme kann das überschüssige Fett abgesaugt werden. Nach Infiltration mit einer speziellen Lösung (Tumeneszenzlösung) wird über einen oderer mehrere kleine Zugänge das Fett mit einer Kanüle abgesaugt, bis ein gutes kosmetisches Ergebnis erzielt wurde.


Bei ausgeprägten Befunden kommt eine zusätzlich Bruststraffung und/oder Reduktion in Frage. Hierbei kommen OP-Techniken der weiblichen Brust zum Einsatz.

Je nach OP-Methode sollte postoperativ eine Kompressionsweste für einige Zeit getragen (2-6 Wochen) werden.
Das Nahtmaterial wird ggf. nach 10-14 Tagen entfernt.
Je nach Ursache übernehmen die Krankenkassen ggf. die Kosten einer Korrektur. Die Kostenübernahme sollte jedoch vor einem Eingriff mit der Krankenkasse geklärt werden. Eine Diagnostik (Untersuchungen, s.o.) ist nach meiner Erfahrung unumgänglich. Nicht selten wird dann die Behandlung einer Brust übernommen. Oft müssen die Patienten die Kosten einer Korrektur selbst tragen.
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